Loksim3D Forum

allg. Forum => Probleme => Thema gestartet von: Sticky am Dezember 26, 2018, 00:28:31 Vormittag

Titel: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Dezember 26, 2018, 00:28:31 Vormittag
Hallo Leute.

Ich habe wieder mal ein Problem:

Beim Bau eines Lokschuppens habe ich eine Betonplatte als Boden verwendet, die aus mehreren Einzelplatten besteht. So kann ich eine Untersuchungsgrube mit einbauen.

Beim Test im Streckenmodus habe ich die Nachtfunktion und die Lokscheinwerfer eingeschaltet. Problem hierbei ist: Die vordere und hintere Querplatte werden ganz dunkel abgezeigt, während alle anderen Platten entsprechend der Lokscheinwerfer leuchten. (Siehe Bild)

Alle Platten sind gleichermaßen mit Flächenvektoren ausgestattet.

LG: Sticky

http://www.mediafire.com/view/ab6xbw94njl2aad/Bild.JPG#
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Dezember 28, 2018, 22:20:48 Nachmittag
Hallo Sticky,

Objektbau ist zwar nicht mein Gebiet, trotzdem habe ich zwei Hinweise.

Was du bauen willst soll wohl etwa so aussehen wie auf dem unteren Bildteil (ist hier allerdings in Richtung Tor aufgenommen).

(https://s15.directupload.net/images/181228/p7cw32tt.jpg) (https://www.directupload.net)


Erstens dürfte dein Problem in dieser Art nicht existieren. Ein Lokschuppen ist eine Arbeitsstätte und demzufolge bei Dunkelheit innen ausreichend zu beleuchten. Wenn dann ein Fahrzeug mit abgeblendetem Spitzenlicht einfährt, ändert sich innen an der Ausleuchtung so gut wie nichts. Also gibt es für dich eher das Problem wie man den Schuppen innen beleuchtet.

Zweitens stellt sich die Frage welchen Zweck die beiden senkrecht aufgestellten Gebilde haben sollen. Es mag sein, dass du dir das als so eine Art Behelfsprellbock vorstellst (und dann noch mit Puffern). In der Praxis hatte es sich seit Jahrzehnten bewährt, dass auf gleicher Höhe am Ende beider Schienen ein Knaggen aufgeschweißt wird. Auch diese wurden ab und zu mal überfahren, 100%ige Sicherheit gibt es eben nicht, aber den Weg zwischen Gleisende und Schuppenwand noch mit extra Säulen zu garnieren, das habe ich in der Praxis noch nicht gesehen.

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Dezember 29, 2018, 07:45:18 Vormittag
Hallo Gerd.

Erst mal Danke für Deine Antwort. Mit dem Behelfsprellbock war erst einmal nur eine vorübergehende Idee und ist jederzeit änderbar. Das Objekt an der Rückwand ist keine Säule, sondern das Abspanngewicht der Oberleitung, da es sich um einen E-Lokschuppen handelt und die Fahrleitung vorinstalliert wurde. Allerdings bin ich nicht sicher, ob sich Abspanner in den Schuppen befunden haben oder die Fahrleitungen einfach nur an der Rückwand verankert waren. Meine bisherigen Schuppenbesuche waren ausschließlich ohne Fahrdraht und die Suche nach Bildern von E-Lokschuppen innen blieben erfolglos. Für genauere Infos wäre ich dankbar.

Die Innenbeleuchtung des Schuppens wäre kein großes Problem, wenn Innenwände und Boden als selbstleuchtende Objekte ab einer bestimmten Helligkeit ausgeführt werden. Problematischer sehe ich das eher bei im Schuppen abgestellten Fahrzeugen, da dieses eine Veränderung der von anderen Usern erstellten Fahrzeuge bedeuten würde.

LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Dezember 29, 2018, 11:52:21 Vormittag
Hallo Sticky,

... Das Objekt an der Rückwand ist keine Säule, sondern das Abspanngewicht der Oberleitung, da es sich um einen E-Lokschuppen handelt und die Fahrleitung vorinstalliert wurde. Allerdings bin ich nicht sicher, ob sich Abspanner in den Schuppen befunden haben oder die Fahrleitungen einfach nur an der Rückwand verankert waren. ...
ich würde die Fahrleitung immer im Schuppen verankern und die Spanner bleiben draussen. Aber vielleicht noch ein paar Hinweise: Im Schuppen wird wahrscheinlich eine Einfachfahrleitung sein (nur Fahrdraht), vor dem Schuppen wird sich ein Trenner mit Schalter befinden, den man will keine Spannung im Schuppen haben und wenn es etwas neues ist, auch an eine Stromschiene (oben) denken.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Dezember 29, 2018, 15:37:15 Nachmittag
Hallo Sticky und Uwe,

da bin ich erst einmal erstaunt wie leichtsinnig ihr mit einer Spannung von 15 kV umgeht.

Das Objekt an der Rückwand ist keine Säule, sondern das Abspanngewicht der Oberleitung, da es sich um einen E-Lokschuppen handelt und die Fahrleitung vorinstalliert wurde. Allerdings bin ich nicht sicher, ob sich Abspanner in den Schuppen befunden haben oder die Fahrleitungen einfach nur an der Rückwand verankert waren.
Weder noch, bitte bau den Fahrdraht schleunigst wieder aus.

Zitat
Meine bisherigen Schuppenbesuche waren ausschließlich ohne Fahrdraht und die Suche nach Bildern von E-Lokschuppen innen blieben erfolglos. Für genauere Infos wäre ich dankbar.
Eloks fahren nicht mit eigener Kraft in den Schuppen oder wieder heraus, da muss die Kleinlok oder das ASF schon helfen. Der Fahrdraht endet auch bei reinen Elokschuppen immer vor dem Tor. Im Schuppen gibt es eine separate Anlage für die Fremdeinspeisung von 380 Volt in die Lokomotiven, damit lassen sich normalerweise die erforderlichen Prüfungen bei der Instandhaltung durchführen. Unter der Spannung von 15 kV kann im Maschinenraum nichts geprüft werden, die Hochspannung lauert da an allerlei Stellen (die daher noch mal extra durch Gitter vom Rest das Maschinenraums abgetrennt sind). Abgestellt werden die betriebsfähigen Loks sowieso meist nicht im Schuppen, daher sind in dessen unmittelbarer Nähe auch kaum Gleise überspannt. Eine Abspannung ist bei diesen kurzen Fahrdrahtlängen im Werk in der Regel nicht erforderlich, da nimmt man dann schon mal einfache Maste als festen Endpunkt. Die Bilder sind nicht besonders scharf, stammen aus einem alten 8mm-Schmalfilm.

(https://s15.directupload.net/images/181229/jfj87via.jpg) (https://www.directupload.net)


(https://s15.directupload.net/images/181229/izxa3bip.jpg) (https://www.directupload.net)


Ich würde die Fahrleitung immer im Schuppen verankern und die Spanner bleiben draussen. Aber vielleicht noch ein paar Hinweise: Im Schuppen wird wahrscheinlich eine Einfachfahrleitung sein (nur Fahrdraht), vor dem Schuppen wird sich ein Trenner mit Schalter befinden, den man will keine Spannung im Schuppen haben und wenn es etwas neues ist, auch an eine Stromschiene (oben) denken.
Ich habe da auch die Bilder von ICE-Werken durchsucht, da ist nichts von Stromschiene. Die gibt es wohl nur in Streckentunneln und bei den Gleichstrom-S-Bahnen (oben links neben dem Leuchtband).

(https://s15.directupload.net/images/181229/4qduuuse.jpg) (https://www.directupload.net)

Ist ein unten in der Mitte offener Kasten in dem ein kleiner Wagen läuft. An diesem ist dann das Kabel befestigt, das an einem Dorn am Stromabnehmer aufgesteckt wird.

(https://s15.directupload.net/images/181229/9vwkl4ok.jpg) (https://www.directupload.net)]

Hier erfolgt die Ein- und Ausfahrt wirklich mit den vollen 750 V, ein Mitarbeiter muss dazu nebenher laufen und das Kabel führen.

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Dezember 29, 2018, 17:14:28 Nachmittag
Hallo Gerd.

Im Bw Frankfurt/Main 1 sind die Drehscheiben noch mit der Oberleitungsspinne, wo die Fahrleitungen in den Rundschuppen führen. In einem alten Lehrfilm der DB sind ebenfalls Fahrleitungen in den Schuppen geführt, inkl. Hauptschalter und eine Menge Erdungsstangen. Zu sehen hier: https://www.youtube.com/watch?v=VkMMs_1UL5Y&t=8s (Ab Min. 7:10)

Alte Schuppen mit den Aussparungen in den Toren für die Fahrleitung sind mir sehr wohl bekannt und sind, wie Uwe es richtigerweise beschrieben hat , mit Streckentrennern isoliert.

Bei jüngeren Lokschuppen, insbesondere die mit Rolltoren, mag dies durchaus zutreffen. Aber dieses Bild von Bebra zeigt etwas anderes: http://abload.de/img/bild1a2gbdw.jpg

LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Dezember 29, 2018, 21:19:44 Nachmittag
Hallo Gerd,

Hallo Sticky und Uwe,

da bin ich erst einmal erstaunt wie leichtsinnig ihr mit einer Spannung von 15 kV umgeht.
mir zu unterstellen, das ich leichtfertig mit 15kV umgehe, ist gelinde gesagt, gewagt.
Wenn ich eines habe, dann Respekt vor Spannungen über 50V, das war das Erste was mir in meiner Lehrzeit eingebläut wurde.
Und hohe Strome sind auch nicht schön...

Aber zurück zum Thema:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/38/Lokremise_Erstfeld_IMG_1326.jpg/1280px-Lokremise_Erstfeld_IMG_1326.jpg
oder hier in einer alten DV462, §7 https://web.hs-merseburg.de/~nosske/EpocheII/dv/e2d_3305.html
und ich denke, da dieser Passus immer noch in der entsprechenden Vorschrift steht.

http://www.bahnbilder.de/bild/Deutschland~Museen+und+Ausstellungen~Sudwestfalische+Eisenbahnmuseum/887598/schienenbus-vt-98-hervorragend-restauriert-in-weissorange.html
http://www.voba-medien.de/assets/images/OBB-A-E-1254-535-1061-03-1161-06-Zfl-Innsbr-VB-800-523.jpg
http://www.bahnbilder.de/bild/oesterreich~bahnhoefe~innsbruck/424445/die-ringlokschuppen-am-hbf-innsbruck-sind.html
http://www.bahnbilder.de/bild/oesterreich~schmalspurbahnen~breitenauerbahn/641239/die-e2-baujahr1913-steht-am-2062007.html

Hier hätten wir den Fall ohne Fahrleitung:
http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~e-loks--97-80-vmax-bis-100-kmh~br-8-191-e-91/1121195/aus-dem-lokschuppen-in-garmisch-partenkirchen.html

qwd.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: HansM am Dezember 30, 2018, 13:42:50 Nachmittag
Ich habe da auch die Bilder von ICE-Werken durchsucht, da ist nichts von Stromschiene. Die gibt es wohl nur in Streckentunneln und bei den Gleichstrom-S-Bahnen (oben links neben dem Leuchtband).

Diese Behauptung ist falsch.
Bild vom ICE Werk in München.

https://www.br.de/nachricht/besuch-im-ice-werk-in-muenchen-laim-im-maerz-2018-114~_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.jpg?version=9e18c

Noch ein kleiner Tipp:

Man sollte nichts behaupten, was sich später als falsch herausstellen könnte. Denn nur Behauptungen, die man beweisen kann, stimmen auch.

Mit einem entspannten Gruß
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Dezember 31, 2018, 04:33:23 Vormittag
Danke für den freundlichen Tipp, aber wo ist auf diesem Bild eine Stromschiene zu sehen?

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: HansM am Dezember 31, 2018, 05:06:18 Vormittag
Du willst mir doch wohl nicht mitteilen, das Du weder Isolatoren noch den Fahrdraht siehet, oder?

Fragend?
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Dezember 31, 2018, 11:10:07 Vormittag
Tach,

hier kann man gut sehen, wie Stromschinen durchs Tor gehen:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5f/Besichtigung_ICE-Instandhaltungswerk_K%C3%B6ln-Nippes_Februar_2018-9464.jpg

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Dezember 31, 2018, 18:50:22 Nachmittag
Hallo zusammen.

heute habe ich wieder mehr Zeit für das Thema. Dank an alle für das interessante und umfangreiche Bildmaterial.

Zuerst einmal eine Klarstellung für Hans.

Du willst mir doch wohl nicht mitteilen, das Du weder Isolatoren noch den Fahrdraht siehet, oder?

Fragend?

Die sehe ich sehr wohl, Du hast Dich aber auf diesen Text von mir bezogen.

Ich habe da auch die Bilder von ICE-Werken durchsucht, da ist nichts von Stromschiene. Die gibt es wohl nur in Streckentunneln und bei den Gleichstrom-S-Bahnen (oben links neben dem Leuchtband).

Diese Behauptung ist falsch.
Bild vom ICE Werk in München.

Ich erlaube mir, Dich selbst zu zitieren:

"Man sollte nichts behaupten, was sich später als falsch herausstellen könnte. Denn nur Behauptungen, die man beweisen kann, stimmen auch".

Das Bild ist also mangels Stromschiene kein Gegenbeweis zu meiner Behauptung. Oder sollte ich vermuten, dass Dir der Unterschied zwischen Fahrdraht und Stromschiene nicht geläufig ist?

Doch nun zur Sache. Wie lange dieser Teil aus der von Uwe zitierten DV 462 der DRG gültig war, ist mir nicht bekannt.

"§  7. Besonders gefährdete Bedienstete
a) Lokomotiv- und Triebwagenbedienstete

(1) Das Dach eines elektrischen Triebfahrzeuges darf zur Beseitigung irgendwelcher Störungen nur bestiegen werden, wenn die Oberleitung ausgeschaltet und geerdet ist. Im Schuppen ist ein elektrisches Triebfahrzeug vor Besteigen des Daches auf ein nicht mit Oberleitung bespanntes Schuppengleis zu stellen oder die Oberleitung des Schuppengleises abzuschalten und zu erden."


In der mir vorliegenden Fassung der DR von 1984 (ältere habe ich leider nicht mehr) ist dieser Passus nicht mehr enthalten und auch bei der Harmonisierung der Vorschriften gab es keine diesbezügliche Ergänzung. Vor Gleisen nach dem alten Prinzip mit Streckentrennern vor der Schuppeneinfahrt steht, wie auch aus einigen Bildern ersichtlich, grundsätzlich ein El 6 und moderne Anlagen sind total eigenständig und durch die Schutzmaßnahmen an den Schaltern (Vorhängeschlösser) auch grundsätzlich sicher. Das ist auch in Köln Nippes der Fall, Uwe. So ein detailliertes Foto hatte ich noch nicht gesehen, in der Vergrößerung zeigt sich aber, dass es sich hier nicht um innen fortgeführte Stromschienen handelt. Es sind spannungsführende Führungsbügel, die verhindern sollen, dass ein gehobener Stromabnehmer den Fahrdraht gegen die obere Torkante drücken und einen Erdschluss bzw. Gefährdung durch Hochspannung verursachen kann. Wie auch das Bild von Hans zeigt, gibt es in den ICE-Werken innen keine Stromschienen. Da auf den bisher von mir gesehenen Kölner Bildern keine Streckentrenner zu sehen sind, wird auch der Bereich vor dem Schuppen wohl noch zum separaten Werkstattbereich mit eigenständiger Einspeisung gehören.

Ich erinnere mich,  dass AlfredW mal die Idee hatte, die Ein- und Ausfahrt bei einem Lokschuppen mit Fahrt über die Drehscheibe zu simulieren.  Aber schon der Blick auf das Bild von Bebra zeigt, dass vor allen Einfahrten, bei den abgestellten Loks weggedrehte, El 6 zu sehen sind, also bei freiem Gleis die Fahrt über den Streckentrenner nicht gestattet ist. Das ist auch erklärlich. Im Arbeitsschutzvideo ist zu sehen, dass der Fahrdraht im Schuppeninneren gegenüber dem normalen mit etwa achtförmigen Querschnitt doch recht dünn und nicht für die hohen Ströme der Fahrmotoren ausgelegt ist. Für das Prüfen der Hilfsbetriebe reicht der Querschnitt aus, dass aber mit eigener Kraft mit Eloks dort ein- und ausgefahren werden durfte oder darf soll mir erst mal jemand glaubwürdig nachweisen. Bei den heutigen Umwelt- und Gesundheitsschutzvorschriften ist es ja wohl schon verboten, einen Großdieselmotor im Lokschuppen zu starten. Wozu also unnötiger Aufwand im Inneren eines Lokschuppens in den man beim Vorbild mit eigener Kraft weder ein- noch ausfahren darf?

Euch allen einen "Guten Rutsch" und beste Wünsche für 2019!

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 01, 2019, 14:13:40 Nachmittag
Tach,

bezüglich Fahrdraht im Schuppen:
http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-056.htm
http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-057.htm

Und zu Deckenstromschienen:
https://www-docs.b-tu.de/fg-eisenbahn/public/Berichte/2011_Wien_zdstl.html
BTW: Ich glaube nicht, das die Österreicher anderen Strom haben als wir.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Januar 01, 2019, 22:18:06 Nachmittag
Hallo an Alle:

Erst einmal wünsche ich Euch ein frohes neues Jahr.

Ansonsten sollten wir das Thema "Fahrdraht und/oder Stromschiene im Schuppen" beenden. Fakt ist: Es gab und gibt immer noch Fahrdrähte und Stromschienen in Lokschuppen, egal unter welcher Stromspannung sie nun stehen mögen. Deshalb werde ich auch die Forderung von Gerd, die Fahrleitung in meinem Schuppen "schleunigst wieder auszubauen", nicht nachkommen, da es nachweislich keinen Anlass dazu gibt.

In diesem Sinne danke ich auch allen Beitragschreibern für die ausführlichen Informationen und Bilddokumente, an denen ich mich gut orientieren kann.

LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 01, 2019, 22:20:26 Nachmittag
Hallo Sticky,

hat sich denn das ursprüngliche Problem erledigt?
Falls nicht, kannst Du, wenn Du möchtest, mir das fragliche (komplette) Objekt zukommen lassen. Ich würde dann mal schauen.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Januar 01, 2019, 23:09:56 Nachmittag
Hallo Uwe.

Danke für Dein Angebot.

Ich habe es mittlerweile so gelöst, dass ich die Bodenplatten anders angeordnet habe. Die seitlichen Platten wurden auf die gesamte Länge des Schuppens verlängert und die Platten an den Grubenabgängen entsprechend verkleinert. So gehts seltsamerweise. Vermutlich waren die Querplatten an den Schuppenenden zu groß. Warum das allerdings Einfluss auf die Beleuchtung der Lokscheinwerfer hat, ist mir ein Rätsel.

LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Januar 02, 2019, 02:11:41 Vormittag
Danke, Uwe!

In Kornwestheim sieht man deutlich die Trennschalter an der Hallenrückwand. Es handelt sich um eine reine Prüfanlage, die leistungsmäßig nicht für Ein- und Ausfahrten von Lokomotiven ausgelegt ist; die Signale EL 6 vor den Toren sind auf diesen Bildern wohl nicht zu übersehen.

http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-039.htm
http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-807.htm
http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-810.htm
.
Zitat
BTW: Ich glaube nicht, das die Österreicher anderen Strom haben als wir.
Haben sie nicht, aber sichtbar auch andere Lösungen in Triebwagenwerken als in Deutschland.

Deshalb werde ich auch die Forderung von Gerd, die Fahrleitung in meinem Schuppen "schleunigst wieder auszubauen", nicht nachkommen, da es nachweislich keinen Anlass dazu gibt.
Mir ist es jetzt egal ob Du die ausbaust, sie ist ja von außen kaum zu sehen. Sollte aber jemand eine Strecke mit der fixen Idee einer Rangierfahrt einer Elok in oder aus Lokschuppen (nicht Triebwagenschuppen!) veröffentlichen, werde ich das hier im Forum öffentlich mit Verweis auf diese Diskussion als nicht vorbildgerecht anprangern.

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: HansM am Januar 02, 2019, 06:20:57 Vormittag
Eventuell müssen ja in Kornwestheim die Pantos stromlos sein weil dort die Halterungen für die Akkuschrauber sonst Schaden nehmen.  Das beweis mir erst mal, das das nicht so ist.

Gruss
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Januar 02, 2019, 07:22:29 Vormittag
Hallo Gerd.

Mir ist es jetzt egal ob Du die ausbaust, sie ist ja von außen kaum zu sehen. Sollte aber jemand eine Strecke mit der fixen Idee einer Rangierfahrt einer Elok in oder aus Lokschuppen (nicht Triebwagenschuppen!) veröffentlichen, werde ich das hier im Forum öffentlich mit Verweis auf diese Diskussion als nicht vorbildgerecht anprangern.

Kann es sein, dass Du ein schlechter Verlierer bist? Oder warum reitest Du weiter darauf rum? Nur mal so aus reiner Neugier...

LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Januar 03, 2019, 03:09:00 Vormittag
Kann es sein, dass Du ein schlechter Verlierer bist?
Hallo Sticky.

ich habe das eigentlich nicht als Wettkampf verstanden.

Zitat
Oder warum reitest Du weiter darauf rum? Nur mal so aus reiner Neugier...

Für mich war das von mir begonnene Teilthema mit meinem vorigen Beitrag abgeschlossen. Aber die Frage werde ich noch beantworten.

Es gibt Interessierte, die zu Tagen der offenen Tür in die Werke gehen und dort interessante Fotos und Videos aufnehmen und ins Internet stellen. Dann gibt es Menschen, die bestimmte Aufnahmen zu bestimmten Zwecken im Internet suchen. Einer dieser Zwecke ist es, die betreffenden Aufnahmen als Beweis für eine eigene Behauptung zu nutzen. Das ist soweit in Ordnung wenn auch alle Details der Darstellung genau betrachtet und berücksichtigt werden. Ein Foto aber nach den eigenen Vorstellungen wie es bei der Bahn zugehen müßte zu interpretieren, ist kein gutes Belegargument. Auf derartige Fehlinterpretationen habe ich hingewiesen, der Erfolg waren dann noch mehr Bilder, die wieder nur der eigenen Auslegung des Verlinkers unterworfen wurden. Es ist wohl leichter, eine Kuh zur Stabhochspringerin zu qualifizieren als einem Laien mit eigenen Vorstellungen die Realitäten der Bahn zu vermitteln. Im schlimmsten Fall kommt dann noch der blöde Spruch "Bei der Bahn ist doch alles möglich" als Argument zurück. Ganz nebenbei: Den Beruf Schienenfahrzeugelektriker habe ich bei der Bahn erlernt und kenne Lokschuppen von innen und ihre technischen Einrichtungen nicht nur aus Sonntagsbesichtigungen, auch wenn unsere stationären Prüfanlagen für Eloks ohne Fahrdraht im Schuppen auskamen.

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 03, 2019, 17:02:22 Nachmittag
Hallo Gerd,
... Es gibt Interessierte, die zu Tagen der offenen Tür in die Werke gehen und dort interessante Fotos und Videos aufnehmen und ins Internet stellen. Dann gibt es Menschen, die bestimmte Aufnahmen zu bestimmten Zwecken im Internet suchen. Einer dieser Zwecke ist es, die betreffenden Aufnahmen als Beweis für eine eigene Behauptung zu nutzen. Das ist soweit in Ordnung wenn auch alle Details der Darstellung genau betrachtet und berücksichtigt werden. Ein Foto aber nach den eigenen Vorstellungen wie es bei der Bahn zugehen müßte zu interpretieren, ist kein gutes Belegargument. Auf derartige Fehlinterpretationen habe ich hingewiesen, der Erfolg waren dann noch mehr Bilder, die wieder nur der eigenen Auslegung des Verlinkers unterworfen wurden. ...
mich würde es jetzt interessieren, wer behauptet hat, es gäbe keine Fahrleitung im Schuppen und wer behauptet hat, die Loks fahren mit eigener Kraft in den Schuppen.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: HansM am Januar 03, 2019, 18:07:43 Nachmittag
Hallo Gerd .

Schaue Dir das mal an. Da ist doch in der ICE Halle in Rummelsburg glatt ein El6. Doch wozu frage ich Dich. Es gibt doch lt. Deiner alleingültigen Meinung dort weder Fahrleitung, noch fährt man unter Fahrleitung in eine Halle ein. Ich denke mal das ist ein Märchen. Nur von wem, das weiss ich nicht.

 Bei Minute 5:28

https://youtu.be/hefk6mUAIds

Schönen Gruß

An, oder  vom Märchenonkel, das ist hier die Frage.
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Rübezahl am Januar 03, 2019, 18:32:09 Nachmittag
Hallo liebe Kollegen

Ich als technisch interessierter Laie komme bei eurem Gewusel über Stromschiene, -draht etc. nicht mehr mit. Ich denke, es ist wohl auch eine Diskussion um des Kaisers Bart.
Wenn ich mir das also - als Laie - betrachte, würde ich annehmen, dass im Abstellschuppen, Remise oder Lokgarage sehr wohl eine Spannungsversorgung sein sollte, um selbständig auch wieder rauszukommen. Im Ausbesserungs- und Reparaturwerk dafür nicht, wenn ja die Loks bestiegen werden müssen. Besser keinen Strom einziehen als ihn mal vergessen auszuschalten.
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: AndreW am Januar 03, 2019, 23:49:37 Nachmittag
Es gibt eigentlich alles was hier beschrieben wurde.

-Die Schuppenspeiseanlage zum Durchschalten der Niederspannungschaltwerke. Habe ich im Bw Chemnitz bestaunen dürfen. (Keine Fahrdrahtspinne über der Scheibe). Diese war dahingehend abgesichert das wenn der Aufgang zum Dach offen war die Anlage außer Betrieb war. Trafos sind halt keine Einbahnstraße) Gleiches kenne ich (mit Spinne über der Scheibe) auch vom Bw Leipzig West.

Triebfahrzeughallen mit Fahrleitung und Stromschiene.: ICE Bw Hamburg Eidelstedt.
 Dort gibt es sowohl Fahrdraht als auch in besonderen Bereichen eine Stromschiene die an Gitterträgern mit dreieckigen Querschnitt montiert ist.

@Rübezahl.
Dafür gab es in Chemnitz ganz einfach das ASF (Akkuschleppfahrzeuge) oder aber das U-Boot (Chemnitzer Spitzname vom Bw Verschub)
Es ist in Abstellschuppen, Remisen oder Lokgaragen keine Spannungsversorgung in Form von Oberleitung unbedingt von Nöten.

Gruß André
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 04, 2019, 18:52:23 Nachmittag
Tach,

ich habe zwar noch nicht das gefunden was ich geschut habe, aber egal. Dafür habe ich andere Fundstücke:
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,7645122,7645122#msg-7645122 Bild 12
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8742703,page=1 Bild 038

Was man dort sehen kann ist eine elektrisches Triebfahrzeug, das mit eigener Kraft den Schuppenstand anfährt bzw. verlässt.

Es möge sich bitte ein jeder sich jetzt seinen eingenen Reim 'drauf machen.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Januar 05, 2019, 02:19:57 Vormittag
Guten Morgen allerseits und danke für die 50 Jahre alten, schön nostalgischen Fotos, Uwe. Einer fährt sogar noch mit zwei gehobenen Stromabnehmern von der Scheibe. Drei historische Eloktypen aus dieser Zeit gibt es Loksim ja schon. Warten wir also auf die Strecke von Andreas Z, 1976 würde da noch passen. Ansonsten solltest Du eventuell mal nach aktuelleren derartigen Ablichtungen suchen, am besten sind natürlich Videos. Und das natürlich auch mal vor speziellen neueren Elokschuppen, die umfunktionierten alten Dampflokringschuppen dürften heute wohl fast nur noch von Museumsvereinen genutzt werden. Schließlich wollen die heutigen Loksimmer die modernsten Loks benutzen wenn sie in den Schuppen brettern. Ein entsprechender Auszug aus örtlichen Richtlinien in denen das erlaubt wird wäre natürlich auch nicht verkehrt.

Ja, Hans, da ist doch glatt ein El 6 zu sehen und davor sogar noch eine H-Tafel. Aber warum befindet es sich dort? Endet dort die Oberleitung und wenn ja, wie ist denn der dort schon stehende Zug reingekommen? Vielleicht fragst Du mal im anderen Forum bei Julian Rz an, der hat die Lizenzen für die ICE und wohl auch genug Ortsdienst geschoben, so dass er Dir alle Verfahrensweisen genau erklären kann. Ich lese dann seine Antworten dort gern mit. Und was die Märchen betrifft: Eines habe ich noch für Dich. Die im LEW Hennigsdorf gebauten Lokomotiven hatten so ihre kleinen technischen Überraschungen, z.B. die Baureihe 250 (155). Sie konnte man auch ohne Oberleitung mit Eigenantrieb fahren. Dazu wurden die drei Fahrmotoren eines Drehgestells in Reihe geschaltet und eine besondere Erregerwicklung an die Batterie geschaltet. Fuhr man jetzt mit 20 bis 25 km/h auf das Ende der Oberleitung zu hieß es: Hauptschalter ausschalten, Stromabnehmer senken und den Schalter "Eigenantrieb" einschalten. Jetzt wurde die in der Lok gespeicherte Bewegungsenergie angezapft, die drei Motoren arbeiteten als Generator und der Strom floss zu einem Fahrmotor im anderen Drehgestell. Die Geschwindigkeit sank natürlich beim Einschalten um etwa 10 km/h ab und dann zuckelte man mit 10 bis 12 km/h weiter bis zum Abstellplatz. Dort hielt man an und stellte den Schalter wieder auf Oberleitung um (sonst hätte sich anschließend der Hauptschalter nicht wieder einschalten lassen). Zwei Nachteile hatte die Sache: Raus aus dem Abschnitt ohne Oberleitung kam man auf diese Art nicht und bei zu geringer Geschwindigkeit (Schrittgeschwindigkeit zur Einfahrt in einen Schuppen) brach die Spannung zusammen und die Fuhre blieb stehen. Kannst Dir ja mal ein Beispiel ansehen.

https://c.gmx.net/@556575337866068822/oYcUSoCuTHipCYKxsssDIQ

Müßte sich direkt abspielen lassen, kann man aber auch herunterladen.

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 05, 2019, 10:14:28 Vormittag
Hallo Gerd,

vielleicht hilft Dir das: https://www.uv-bund-bahn.de/fileadmin//Dokumente/Publikationen/BahnPraxis_B/BahnPraxisB-2016_07_08.pdf

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: HansM am Januar 05, 2019, 14:39:14 Nachmittag
Da das El 6 im Video flackert, kann man daraus schließen, das es mit Led's dargestellt wird.
Somit ist es abschaltbar.

Gruß
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Rübezahl am Januar 05, 2019, 21:10:24 Nachmittag
@Gerd:
"Der Zugriff auf cgateu01mc.storage-gmx.net wurde verweigert Sie sind nicht zum Aufrufen dieser Seite autorisiert.
HTTP ERROR 403
"
Kann das Video leider nicht abspielen.
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Januar 06, 2019, 23:13:06 Nachmittag
@Rübezahl, jetzt sollte es funktionieren. Das linke Video mir der rechten Maustaste anklicken und "Herunterladen" aktivieren. Dann öffnet sich eine Auswahl mit "Öffnen" und "Herunterladen". Mit "Öffnen" wird das Video im Mediaplayer abgespielt.

@Uwe und Hans:
Die Bahnpraxisausgabe habe ich als Printexemplar seit dem Erscheinen, hilft aber nicht bei der Problemlösung. Dass bei der DB Elokeinfahrten in überspannte Schuppengleise möglich waren und sind und das auch heute in den ICE-Werken normale Praxis ist, habt ihr mir gezeigt.
Das von mir angesprochene Problem zu Stickys Projekt sehe ich als noch nicht gelöst an. Ein Gleis mit Untersuchungsgrube wird für das reine Abstellen von Eloks nicht benötigt. Der Tf braucht weder beim Vorbereitungs- noch beim Abschlußdienst unter das Fahrzeug zu steigen. Gleise mit Gruben sind für Wartungs- und Reparaturarbeiten vorgesehen, also Arbeitsgleise. Und hier dürfte es nicht sein, dass von der Drehscheibe ohne Streckentrenner vor dem Schuppen einfach eiie Leitung reingeführt werden kann, die ständig unter Spannung steht. Der Schuppenbereich muss also aus Sicherheitsgründen separat zu- und abschaltbar sein, entsprechende Schalter (wahrscheinlich sogar mit Erdungsfunktion) sind auf zwei von Uwes Bildern zu sehen und wären bei Stickys Projekt anstatt des "Abspanngewichtes" an der Schuppenrückwand gut platziert. Bei den ICE-Werken dürfte ein gewisser Gleisbereich vor dem Schuppen noch zu diesem gehören, dort ist auch ein Mastschalter zu sehen.

http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~intercity-express-ice-fotos~br-401-triebkoepfe-oder-wagen/223783/vt-18-und-ein-ice-1.html

Interessant ist an diesem Bild auch, dass das Gleis aus dem Schuppen abrupt an einem normalen Auslegermast endet, der Fahrdraht davor aber ein Stück doppelt ausgeführt ist. Welchen Zweck sieht unser Oberleitungsexperte in dieser Konstruktion?

Meine Frage an Hans ist auch noch nicht beantwortet: Ist in diesem ICE-Schuppen noch mal eine Unterteilung in zwei oder mehr elektrisch trennbare Oberleitungsabschnitte vorhanden? Ansonsten wäre das El 6 sinnlos. Noch mal zum Überdenken: Wer mir mit Bildern etwas beweisen will, sollte auch das notwendige Hintergrundwissen mitbringen, um aufkommende Fragen meinerseits beantworten zu können. Deswegen erfolgte mein Hinweis auf Julian Rz im anderen Forum für eventuelle Erkundigungen.

Einige Ungereimtheiten sind mir bei den Bildern noch aufgefallen. So haben die Bilder einer "Spinne" über der Drehscheibe keinen Beweiswert dafür, dass die Fahrdrähte von dort auch in den Schuppen führen. Siehe dieses Bild von Siegen, die Drähte gehen nach rechts oben zu einem Mast.

http://www.bahnbilder.de/bild/Deutschland~Bahntechnische+Anlagen+und+Kunstbauten~Lokschuppen/476934/siegener-ringlokschuppen-am-21092010-in-siegen.html

Für den Bereich der ehemaligen DR sollten schon näher detaillierte Bilder herangezogen werden, denn, vielleicht für DBler überraschend, es gab im Bereich der ehemaligen DR keine mit Fahrdraht überspannten Schuppengleise mit 15 kV Spannung. Die ASAO 351/2 der DR führt für Arbeiten an elektrifizierten Gleisen in Werkstätten nur die Berliner S-Bahn auf. Weder alte, wie das bekannte  Bw Leipzig West,...

https://www.fotocommunity.de/photo/bw-leipzig-west-schuppen-1-br-45/30155307

...noch neuere Anlagen wie Seddin...

http://www.bahnbilder.de/bild/Deutschland~Bahnbetriebswerke~Seddin/240107/yeoman-highlander-im-august-1998-im-bh.html

...haben derartige Anschlüsse (bei Rolltoren auch schlecht umsetzbar). Auch in Rostock Seehafen geht es nur bis auf die Schiebebühne, die Schuppengleise sind tabu für Oberleitung.

http://www.bahnbilder.de/bild/Deutschland~Bahnbetriebswerke~Rostock-Seehafen/799301/einen-blick-vom-zaun-aus-in.html

In den meisten Fällen waren nur Zu- und Abfahrtsgleise der Drehscheibe überspannt, in den Schuppen ging es dann nur mit Kö oder ASF.

http://www.bahnbilder.de/bild/Deutschland~Bahnbetriebswerke~Leipzig/1123179/db-152-017-1-am-28012018-auf.html

Da ich nur im ex DR-Gebiet, aber nicht im DB-Bereich gefahren bin, kannte ich nur das "No Go" für Schuppengleise und habe wieder etwas dazugelernt. Genau betrachtet ist dieser Aufwand eigentlich auch nicht notwendig, mit Hochspannung braucht im Schuppen nichts geprüft zu werden (siehe den Beitrag von AndreW).

Von meiner Seite ist nun wirklich alles zu diesem Themenbereich durchgekaut worden, die aus meiner Sicht noch offenen Fragen sollten aber beantwortet werden. Es wird wohl niemand für Loksim eine für einen 400 m langen ICE befahrbare Halle nachbauen, aber für die Eventualität sollten alle Ungewißheiten geklärt sein.

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: HansM am Januar 07, 2019, 09:04:09 Vormittag
Hallo Gerd

Die nachstehende Frage ist überflüssig


Meine Frage an Hans ist auch noch nicht beantwortet: Ist in diesem ICE-Schuppen noch mal eine Unterteilung in zwei oder mehr elektrisch trennbare Oberleitungsabschnitte vorhanden? Ansonsten wäre das El 6 sinnlos. Noch mal zum Überdenken: Wer mir mit Bildern etwas beweisen will, sollte auch das notwendige Hintergrundwissen mitbringen, um aufkommende Fragen meinerseits beantworten zu können. Deswegen erfolgte mein Hinweis auf Julian Rz im anderen Forum für eventuelle Erkundigungen.


Denn wenn Du dieses genau gelesen hättest,

Hallo Gerd,

vielleicht hilft Dir das: https://www.uv-bund-bahn.de/fileadmin//Dokumente/Publikationen/BahnPraxis_B/BahnPraxisB-2016_07_08.pdf

Gruß
Uwe

wüsstest Du, wo dieses El6 aufgestellt ist, und was danach kommt und hättest diese Frage nicht gestellt. Eine Wiederholung erspare ich mir denn lesen kannst Du es selber.

Was denn nun?

Es wird wohl niemand für Loksim eine für einen 400 m langen ICE befahrbare Halle nachbauen

Schließlich wollen die heutigen Loksimmer die modernsten Loks benutzen wenn sie in den Schuppen brettern.

Und zum Schluss:

Dass bei der DB Elokeinfahrten in überspannte Schuppengleise möglich waren und sind und das auch heute in den ICE-Werken normale Praxis ist, habt ihr mir gezeigt.

Es freut mich, das ich dazu beigetragen habe, Deinen Wissenshorizont zu erweitern.

Das Thema ist nun für mich beendet

Gruß
HansM
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 07, 2019, 19:43:36 Nachmittag
Hallo Gerd,

vorweg möchte ich feststellen, das wir uns einig sind, das man durchaus unter Draht aus eigener Kraft in einen Schuppenstand oder in eine Werkhalle fahren kann. Weiterhin ist es wohl selbstverständlich das die Fahrleitung im Schuppen bzw. Werkstatt ordnungsgemäß abgeschaltet und geerdet wird, bevor man die Tore schließt bzw. sich dem Dach des Fahrzeuges nähert. Und das ganz auch natürlich schön signalisiert, zum Beispiel mit dem El6 von Furrer & Frey.

http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~intercity-express-ice-fotos~br-401-triebkoepfe-oder-wagen/223783/vt-18-und-ein-ice-1.html

Interessant ist an diesem Bild auch, dass das Gleis aus dem Schuppen abrupt an einem normalen Auslegermast endet, der Fahrdraht davor aber ein Stück doppelt ausgeführt ist. Welchen Zweck sieht unser Oberleitungsexperte in dieser Konstruktion?
Da ich mich angesprochen fühle, versuche ich mal eine Erklärung:
Es ist denkbar, das durch die Krümmung im Gleis dort ein Bogenabzug notwendig ist, man dafür aber keinen Platz oder was auch immer hat und auf diese Weise die maximale Fahrdrahtauslenkung von 40cm eingehalten hat. Auch das ist mal wieder etwas aus dem Bereich: Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Einige Ungereimtheiten sind mir bei den Bildern noch aufgefallen. So haben die Bilder einer "Spinne" über der Drehscheibe keinen Beweiswert dafür, dass die Fahrdrähte von dort auch in den Schuppen führen. Siehe dieses Bild von Siegen, die Drähte gehen nach rechts oben zu einem Mast.

http://www.bahnbilder.de/bild/Deutschland~Bahntechnische+Anlagen+und+Kunstbauten~Lokschuppen/476934/siegener-ringlokschuppen-am-21092010-in-siegen.html
Nun ist Siegen m.W. auch eher ein Dampflok-BW. Und hier kann man beides sehen:
http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~e-loks--97-80-vmax-bis-100-kmh~br-8-169-e-69/1121196/blick-ueber-die-drehscheibe-am-1651999.html
Wobei nach meinen Unterlagen die Fahrleitungen in den Schuppenständen definitiv abschaltbar waren (incl. Erdung).

Und auch in Kornwestheim gibt es Schuppenstände ohne Fahrdraht:
http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-810.htm

Bezüglich des Aufwandes einer abschaltbaren Schuppenfahrleitung vielleicht nur soviel: Im Bereich der DB sind mir ASF nicht bekannt. Und selbst bei einer Kö/Köf muß ich zusätzliches Personal vorhalten oder bei Drehscheiben war die Brücke für Lok und Köf zu kurz.
Richtig ist aber auch, das bereits die K.P.E.V. es für angebrachter hielt, Schuppengleise nicht zu überspannen und stattdessen Schleppzeuge oder Spillanlagen einzusetzen.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: AndreW am Januar 07, 2019, 22:28:12 Nachmittag
Hallo Uwe.
Für eine Kö oder Köf brauchte man eigentlich kein zusätzliches Personal, da diese Loks durch Kleinlokbediener gefahren werden durften die keine Lokführer waren. So zb Fahrdienstleiter, Rangierleiter, Lokschlosser usw.

Bei der Reichsbahn war es zb so das Reichsbahner aus dem Werkstättendienst die nicht Absolventen der Hochschulen waren die Lokführerausbildung für die V23 machen durften (V15 galt als Kleinlok wie die Köf und durfte auch von Kleinlokbedienern gefahren werden.)

Absolventen der Hochschulen hingegen hatten dann auch im Werkstättenbereich natürlich den großen Lokführer und durften auch große Streckenloks wie die 132 usw fahren. Ich kenne da einen der so ziemlich alles fahren durfte (Auch Dampf) und sogar noch wenige Wochen vor der Gründung der DBAG noch zum Reichsbahn-Rat ernannt wurde. (geflochtene blau-goldene Schulterstücke mit 1 Stern) Von dem Dienstrang konnten Gelernte Eisenbahner wie Gerd oder mein Vater nur träumen, da war Reichsbahn-Amtmann schon ein Dienstgrad der kaum zu erreichen war. (Mein Vater hätte wenn die Reichsbahn länger bestanden hätte es vielleicht noch bis zur Rente geschafft da er 1993 ja Oberinspektor war.)

Dazu kommt das es ja die Betriebsfahrberechtigung gab.
Mein Vater durfte als Lokführer die Köf, V15 und V23 auf der Strecke fahren, Die V60,V100,V180, E42, 119 und 243 aber nur im Bahnbetriebswerk. Das er selbst die V180 von Chemnitz bis Adorf oder Leipzig gefahren hat war dem geschuldet das natürlich einige Lokführer ihn kannten und auch mal fahren lassen haben.

Eine DB110 nebst Köf 2 dürfte auf einer 23m Drehscheibe drehbar sein, wobei natürlich die Puffer überstehen werden.
Das war bei der v180 in einigen Bw´s mit 16m Drehscheibe aber auch nicht anders. (Gerd War nicht Pankow oder Karlshorst son enges Ding wo die 118 alleine gerade so auf die Scheibe passte?)


@Gerd warst du 93 eigentlich Reichsbahn-Hauptsekretär also Blau mit goldenen Rand und 4 Sterne?
Konnte man es als Lokführer mit genügend Dienstjahren auch in die Ranggruppe III schaffen ?

Gruß André
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Januar 08, 2019, 00:01:22 Vormittag
Hallo Uwe,

so hat die lange Diskutiererei doch noch einen Sinn gehabt. Es gab eben doch recht große Unterschiede zwischen beiden deutschen Bahnverwaltungen nach 1948. Und danke für die nachvollziehbare Erklärung zum Doppelfahrdraht.


Wobei nach meinen Unterlagen die Fahrleitungen in den Schuppenständen definitiv abschaltbar waren (incl. Erdung).
Ja, die Zeiten des Hantierens mit Erdungsstangen im Schuppen (ist nicht so einfach, mit der Zwinge am Ende dieser langen wackligen Stange den Fahrdraht zu erhaschen) dürfte vorbei sein. Das kann mit einem kombinierten Schalter (Spannung ein- und ausschalten und Erdung) besser erledigt werden.

Zitat
Und auch in Kornwestheim gibt es Schuppenstände ohne Fahrdraht
Wobei mir bei der Ansicht von außen am El 6 auf Gleis 4 die zusätzliche Tafel aufgefallen ist. Leider ist der Text darauf nicht lesbar.

Zitat
Bezüglich des Aufwandes einer abschaltbaren Schuppenfahrleitung vielleicht nur soviel: Im Bereich der DB sind mir ASF nicht bekannt.
Mir auch nicht, nach der Schließung der DR-Bw standen sie aber zur Verfügung. Museumsvereine haben da zugeschlagen,...

http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-805.htm

...auch die modernen Werke nutzen sie weiterhin.

http://eisenbahndienstfahrzeuge.de/sammelsurium/asf/ASF18xxx/18871-xx404001-0--PICT1156.jpg

http://eisenbahndienstfahrzeuge.de/sammelsurium/asf/ASF18xxx/18864-rlASF-135.jpg

Beim folgenden Geschreibsel ist mir André zuvorgekommen, ich lass es aber trotzdem drin.

Zitat
Und selbst bei einer Kö/Köf muß ich zusätzliches Personal vorhalten oder bei Drehscheiben war die Brücke für Lok und Köf zu kurz
Trotz des Arbeitskräftemangels in der DDR wurde man als Lokführer bei der DR noch richtig verwöhnt. Im Pankower Rundschuppen, wo die BR 101 und 102 sowie die 106 beheimatet waren, bedienten die Schlosser das ASF. Für den Rest des Bw gab es (die wahrscheinlich letzte) Kleinlok der DR mit originalem Strömungsgetriebe Köf 4978 (100778-0)*. Diese wurde vom "Universalgenie" bedient, Tankwart, Drehscheibenwärter und Kleinlokbediener in einer Person. Auch die im Bw verbleibenden Loks mußten von ihm beim Verlassen der Drehscheibe bis zum Abstellplatz, egal ob draußen oder im Schuppen, begleitet werden. Er lief dann mit seiner Winkscheibe voraus. Auf die 26 m lange Einheitsdrehscheibe passten sogar die 132 + Kö rauf, man richtete sich nach den äußeren Achsen beim Halten auf der Drehscheibe, so dass beim Drehen die Puffer eben über die Drehscheibe hinausragten.
.
Zitat
Richtig ist aber auch, das bereits die K.P.E.V. es für angebrachter hielt, Schuppengleise nicht zu überspannen und stattdessen Schleppzeuge oder Spillanlagen einzusetzen.
Verständlich weil nach der von Dir zitierten DV 462 die Loks für Arbeiten an der Dachausrüstung extra auf ein nicht überspanntes Gleis umgesetzt werden mussten, was zusätzliche Gleiskapazität beanspruchte. Die DB hat dann eben mit Erdungsstangen im Schuppen arbeiten lassen und die DR ganz auf die Überspannung der Schuppengleise verzichtet.

*Die Pankower hatten es durchgesetzt, dass sie die notwendigen Untersuchungen im Heimat-Bw durchführen durften und die Lok nicht zum RAW Halle schicken mußten. Dort wäre das Stömungsgetriebe der seit den 60er Jahren erfolgten Umrüstung vom Strömungs- auf das mechanische Einheits-Rädergetriebe zum Opfer gefallen. So hat diese Lok bis mindestens 1990 ihr Strömungsgetriebe behalten.

@André, das war eigentlich noch einfacher.

Bei der Reichsbahn war es zb so das Reichsbahner aus dem Werkstättendienst die nicht Absolventen der Hochschulen waren die Lokführerausbildung für die V23 machen durften (V15 galt als Kleinlok wie die Köf und durfte auch von Kleinlokbedienern gefahren werden.)
Ich kam ja von einer Werkbahn zur DR und hatte Erfahrung mit der V10B. Die Kö-Berechtigung hat mir der Kleinlokinstrukteur in Karlshorst nach kurzer Abfragerei und einer kleinen Probefahrt mit einer Kö (eine Köf kann ja jede Oma fahren war seine Begründung) erteilt. Sie galt nur innerhalb des T-Bw Karlshorst. Für die V15 gab es einen zweiwöchigen Lehrgang im Schulungszentrum der DR in Altglienicke mit theoretischer Prüfung und mit praktischer Prüfung im Bw Seddin. Weil die V15 für unsere Leistungen im Streckenrangierdienst doch mitunter schon etwas schwach war und in Seddin eine V23.0 ungenutzt rumstand, veranlaßte der, für die ganze RBD Berlin zuständige, Instrukteur deren Umsetzung nach Pankow und gab uns eine kurze Einweisung über die bauartbedingten Veränderungen. Auch die V23.0 und 1 zählten noch zu den Kleinlokomotiven und man hatte die Bezahlung nach Qualifizierungsstufe 2 (QS 2, QS 1 waren Lokheizer und Beimänner ohne Fahrberechtigung). 1970 hieß es, dass in Pankow die ersten weiterentwickelten V23.1 eingetroffen waren. Ich fuhr da mal hin und meldete mich beim Werkmeister der Kleinlokunterhaltung ("Kann ich mir die mal ansehen?") "Ja", sagte er, ging mit mir zur 102 133 und erklärte mir die technischen Unterschiede. Am Schluss fragte er "Wann ist denn dein nächster Dienst?". "Morgen, Nachtschicht". "Na dann fang mal früher an und hol dir die Lok hier ab, die 102 064 kann der Frühdienst dann nach Feierabend herbringen". So einfach konnte es bei der DR zugehen, die Eintragung der Lizenz in die "Graue Laus" beim Kaderleiter war dann nur noch Routinesache.

Zitat
Eine DB110 nebst Köf 2 dürfte auf einer 23m Drehscheibe drehbar sein, wobei natürlich die Puffer überstehen werden.
Das war bei der V180 in einigen Bw´s mit 16m Drehscheibe aber auch nicht anders. (Gerd War nicht Pankow oder Karlshorst son enges Ding wo die 118 alleine gerade so auf die Scheibe passte?)
Ja, in Rummelsburg und Pankow die Rundschuppen (bei der DB gab es das in Paderborn). Diese Schuppen waren für die 74er und 93er Dampfloks in Berlin genutzt worden, in RGB war da die aus Karlshorst ausgelagerte V-Lokgruppe (mit den zwei Regierungsloks 118 048 und 052 in einem extra von der Trapo bewachten Käfig) drin. Im Pankower Rundschuppen war die Kleinlokgruppe nach ihrem Umzug aus Karlshorst beheimatet, später dann auch die Pankower 106.

Zitat
@Gerd warst du 93 eigentlich Reichsbahn-Hauptsekretär also Blau mit goldenen Rand und 4 Sterne?
Konnte man es als Lokführer mit genügend Dienstjahren auch in die Ranggruppe III schaffen ?
Ja, dann wurde mir noch der DB-Titel "Oberlokomotivführer" verliehen. Zum 30igsten Dienstjubläum wäre ich bei der DR zum Reichsbahninspektor ernannt worden, aber das gab es da schon nicht mehr. Die Uniformteile durften wir weiter aufbrauchen, aber ohne Dienstrangabzeichen.
Das Kuriose an der ganzen Geschichte ist, dass meine Frau bei der DR eine Bürokarriere in der Lokwirtschaft und Lohnrechnung gemacht und mich dabei um drei Rangstufen überholt hat, sie war 1993 RB-Amtmann (Gold mit drei Sternen, allerdings ohne Uniformberechtigung).

Gruss
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Januar 11, 2019, 16:25:55 Nachmittag
Hallo an Alle.

Ich sollte vielleicht auch mal erwähnen, dass meine Strecke, wofür der Schuppen gebaut wurde, Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre (DB) darstellt; also entsprechend Ep. IV. In BWs wurden durchaus kleinere Reparaturen unternommen, u.a. auch der Tausch von Schleifkohlen an den Fahrmotoren.

Die Drahtabspannung und die Hilfsprellböcke sind mittlerweile entfernt. Hauptschalter müsste ich och entwerfen (ohne Erdung entsprechend der Zeit), da ich bisher noch keine gefunden habe. Der Fahrdraht ist jetzt einzeln und an den Rückwänden nur verankert.

https://www.mediafire.com/view/8yuu36ri1rxi7xh/Schuppen1.JPG/file

@Gerd: Was die DR mit welcher Begründung bei Euren E-Lokschuppen gemacht hatte, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass zu jener Zeit bei der DB so etwas durchaus vorhanden war. Und das Tolle ist, dass bei meinen Objekten durchaus auch Veränderungen für den persönlichen Gebrauch gemacht werden dürfen. Also: Wenn Du für Dich meinen Schuppen verwenden willst, darfst Du gerne den Fahrdraht rauswerfen; solange Du es so bei Dir abspeicherst! Ich verstehe nicht, wo da eigentlich Dein Problem liegt.

LG:Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 11, 2019, 16:43:15 Nachmittag
Hallo Stick,

Ich sollte vielleicht auch mal erwähnen, dass meine Strecke, wofür der Schuppen gebaut wurde, Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre (DB) darstellt; also entsprechend Ep. IV. In BWs wurden durchaus kleinere Reparaturen unternommen, u.a. auch der Tausch von Schleifkohlen an den Fahrmotoren.

Die Drahtabspannung und die Hilfsprellböcke sind mittlerweile entfernt. Hauptschalter müsste ich och entwerfen (ohne Erdung entsprechend der Zeit), da ich bisher noch keine gefunden habe. Der Fahrdraht ist jetzt einzeln und an den Rückwänden nur verankert.
die Idee, auf die Erdung zu verzichten ist eine ganz schlechte, glaube es mir. Das hat es meines Wissens auch nie gegeben. https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Sicherheitsregeln das steht noch fast über Gott. Bei Bahnens, wenn es mit einer Schalttafel gemacht wird, wird über diese Tafel freigeschaltet, geprüft, geerdet und anschließend verschlossen.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Januar 11, 2019, 17:20:32 Nachmittag
Hallo Uwe.

die Idee, auf die Erdung zu verzichten ist eine ganz schlechte, glaube es mir. Das hat es meines Wissens auch nie gegeben. https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Sicherheitsregeln das steht noch fast über Gott. Bei Bahnens, wenn es mit einer Schalttafel gemacht wird, wird über diese Tafel freigeschaltet, geprüft, geerdet und anschließend verschlossen.

Das mit der Schalttafel kenne ich sogar in der Praxis: Schnellbahnstrecke FFm-Flughafen, Tunnel "Ellisroad". Bahnerdungskurs mit der Berufsfeuerwehr. Die Unterlagen habe ich sogar noch. Aber vergiss bitte nicht die dargestellte Zeit! Wurden da nicht noch normale Erdungsstangen verwendet?

LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 11, 2019, 17:34:09 Nachmittag
Hallo Sticky,
die Idee, auf die Erdung zu verzichten ist eine ganz schlechte, glaube es mir. Das hat es meines Wissens auch nie gegeben. https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Sicherheitsregeln das steht noch fast über Gott. Bei Bahnens, wenn es mit einer Schalttafel gemacht wird, wird über diese Tafel freigeschaltet, geprüft, geerdet und anschließend verschlossen.
Das mit der Schalttafel kenne ich sogar in der Praxis: Schnellbahnstrecke FFm-Flughafen, Tunnel "Ellisroad". Bahnerdungskurs mit der Berufsfeuerwehr. Die Unterlagen habe ich sogar noch. Aber vergiss bitte nicht die dargestellte Zeit! Wurden da nicht noch normale Erdungsstangen verwendet?
nö, das mit den Erdungsstangen könnte eine 'neue' Erfindung sein, die wie immer aus schlimmen Unfällen resultiert. Diese werden nach meiner Kanntnislage zusätzlich eingesetzt. Ich könnte aber meinen Gewährsmann nochmals Fragen. Grundsätzlich gilt: Festeingebaut und ortsfest ist besser als mobil und vergessen.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Januar 11, 2019, 17:45:41 Nachmittag
Hallo Uwe.

Na, mit den schlimmen Unfällen brauchst Du mir nichts zu erzählen: Bei diesen Unterlagen sich "schöne" Bildchen mit dabei, wo ich selbst beim Feuerwehreinsatz mit dabei war. Auch hatten wir Anfang der 80er Jahre zwei Kollegen (beide ausgebildete Elektriker!)  bei einem Einsatz im ehem. Güterbahnhof Frankfurt verloren. Auch diese Bilder sind in den Unterlagen.

Tja, dann müsste ich ein paar Vorlagen haben, wie so ein Trennschalter mit autom. Erdung im Konkreten aussieht. Schaltkasten wäre - wie gesagt - kein Problem. Hast Du einen Tip, wo man sich so einen Schalter ansehen kann?

LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 11, 2019, 18:09:20 Nachmittag
Hallo Sticky,
Tja, dann müsste ich ein paar Vorlagen haben, wie so ein Trennschalter mit autom. Erdung im Konkreten aussieht. Schaltkasten wäre - wie gesagt - kein Problem. Hast Du einen Tip, wo man sich so einen Schalter ansehen kann?
alles was 15kV schalten kann: Hörner, Messer. Also Freiluftschalter kann man in jedem besseren Bahnhof sich anschauen nur wie das im Schuppen ausschaut, kann ich Dir leider nicht sagen, sorry.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Januar 11, 2019, 18:36:26 Nachmittag
Hallo Uwe.

Ja, danke. Die Schalter kenne ich zwar, aber die, die ich kenne, haben keine automatische Erdung. Reine Trennschalter.

LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Januar 11, 2019, 21:50:23 Nachmittag
Hallo Sticky,

so nähert sich die ganze Geschichte einer Lösung. Ich fange mal von hinten an.

@Gerd: Was die DR mit welcher Begründung bei Euren E-Lokschuppen gemacht hatte, weiß ich nicht.
Die Begründung ist simpel. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden sämtliche Anlagen für den elektrischen Zugbetrieb in der sowjetischen Besatzungszone abgebaut und nebst den Triebfahrzeugen als Reparationsleistungen in Richtung Osten abgefahren. Mitte der fünfziger Jahre wurden die E-Triebfahrzeuge, soweit noch vorhanden, zurückgebracht. Es fing an wie vor dem ersten Weltkrieg, zuerst wurde das ursprüngliche zentrale Netz Halle/Leipzig-Dessau mit zentraler Versorgung durch das BKw Muldenstein wieder aufgebaut und der Betrieb mit den reparierten alten Fahrzeugen wieder aufgenommen. Diese waren im Bw Halle P beheimatet (Schuppen V) und schon damals verzichtete man darauf, im Schuppen eine Oberleitung einzubauen, wozu auch? Eine Funktionsprüfung der Hilfsbetriebe (Ölpumpe, Kompressor, Lüfter, Ladegerät usw.) auf ordnungsgemäßes Arbeiten wurde unter der Fahrleitung vor dem Schuppen durchgeführt und für das Bewegen in den Schuppen gab es eben überall die notwendigen Kleinloks. Das Durchschalten der Schaltwerke erfolgte bei den Altbauloks sowieso per Handrad, nur wenige Loks hatten schon den elektrischen Schaltwerkantrieb aus dem Gleichstombordnetz. Alle für die DR beschafften Neubauloks hatten eine Kabelanschlußdose für die stationäre Schuppenanlage. Damit ließen sich alle Stromkreise mit Ausnahme der Stromabnehmersteuerung im Schuppen prüfen. Der Grund für letzteres ist einfach: Die Aufsteckschlüssel für die Stromabnehmerwahl geistern nicht separat durch die Gegend, es gibt nur einen für jede Lok! Nur mit diesem läßt sich der Zugang zum Hochspannungsbereich in der Lok öffnen und dann dort mit diesem Schlüssel der Umschalter "Strecke/Prüfen" betätigen, der das Arbeiten mit der Schuppenanlage ermöglicht. Das alles zusammen erlaubte maximale Sicherheit bei den Arbeiten im Schuppen ohne aufwändige Erdungsanlagen.

Zitat
Ich sollte vielleicht auch mal erwähnen, dass meine Strecke, wofür der Schuppen gebaut wurde, Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre (DB) darstellt; also entsprechend Ep. IV. Ich weiß nur, dass zu jener Zeit bei der DB so etwas durchaus vorhanden war.
Genau das war mir eben nicht bekannt, ich bin nie dienstlich in das Gebiet der ehemaligen DB gekommen. Und bei den Reisemöglichkeiten ab 1990 gab es für mich in Deutschland wesentlich wichtigere Dinge als alte DB-Anlagen zu entdecken.

Zitat
Ich verstehe nicht, wo da eigentlich Dein Problem liegt.
Ich habe kein Problem, muss aber feststellen, dass die von mir angestoßene Diskussion jetzt an der richtigen Stelle angekommen ist. Uwe hat das Wesentlich dazu schon geschrieben, anscheinend wurden die von ihm verlinkten Bilder nur von mir gründlich angeschaut. Auf diesen beiden sind die entsprechenden Schalteinrichtungen recht gut zu erkennen.

http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-056.htm
http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-057.htm

Mich hat überrascht, dass auch der notwendige Streckentrenner sich hinter dem Tor im Inneren des Schuppens befindet.

Die Frage ist doch wohl, wer von uns beiden nun wirklich ein Problem hat (sieht noch nach 'ner Menge Feinarbeit am Objekt aus).

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 12, 2019, 15:43:29 Nachmittag
Hallo Gerd,
@Gerd: Was die DR mit welcher Begründung bei Euren E-Lokschuppen gemacht hatte, weiß ich nicht.
... Diese waren im Bw Halle P beheimatet (Schuppen V) und schon damals verzichtete man darauf, im Schuppen eine Oberleitung einzubauen, wozu auch? Eine Funktionsprüfung der Hilfsbetriebe (Ölpumpe, Kompressor, Lüfter, Ladegerät usw.) auf ordnungsgemäßes Arbeiten wurde unter der Fahrleitung vor dem Schuppen durchgeführt und für das Bewegen in den Schuppen gab es eben überall die notwendigen Kleinloks. Das Durchschalten der Schaltwerke erfolgte bei den Altbauloks sowieso per Handrad, nur wenige Loks hatten schon den elektrischen Schaltwerkantrieb aus dem Gleichstombordnetz. Alle für die DR beschafften Neubauloks hatten eine Kabelanschlußdose für die stationäre Schuppenanlage. ...
also eine Art von Fremdeinspeisung. Nun, das ist mir bei DB-Loks so nicht bekannt, was dann auch die Ausrüstung der Schuppenstände mit einer Fahrleitung, trotz der Gefahren, erklären könnte.

... Uwe hat das Wesentlich dazu schon geschrieben, anscheinend wurden die von ihm verlinkten Bilder nur von mir gründlich angeschaut. Auf diesen beiden sind die entsprechenden Schalteinrichtungen recht gut zu erkennen.

http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-056.htm
http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-057.htm

Mich hat überrascht, dass auch der notwendige Streckentrenner sich hinter dem Tor im Inneren des Schuppens befindet.
Ich habe die Bilder auch nur auf das Vorhandensein einer Fahrleitung im Schuppenstand geprüft. Ob dort auch entsprechende Schaltanlagen abgebildt waren, war mir nicht wichtig, da diese vorhanden sein müssen und auch nicht Gegenstand der Untersuchung waren.
Den Einbau eines Streckentrenner ist m.E. relativ einfach erklärbar: Auch wenn die Fahrleitung im Schuppenstand eingeschaltet wird/ist, möchte man ein geschlossenes Tor gerne spannungslos haben.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Januar 12, 2019, 22:25:18 Nachmittag
Hallo Uwe,

jetzt hast Du den Punkt aufs i gesetzt.

also eine Art von Fremdeinspeisung. Nun, das ist mir bei DB-Loks so nicht bekannt, was dann auch die Ausrüstung der Schuppenstände mit einer Fahrleitung, trotz der Gefahren, erklären könnte.
Nach dem 2. Weltkrieg gab es ja ein Sammelsurium von Eloks, dass sich von der Länderbahnzeit (z.B. E 16) bis in die 30er Jahre (E 19) erstreckte. Allen gemeinsam war, dass die Hilfsbetriebemotoren mit Einphasenstrom 16 2/3 Hz aus einer speziellen Trafoanzapfung gespeist wurden.  So wurden auch die Neubaufahrzeuge E 11/E 42 der DR noch ausgeliefert. Eine Prüfung war deshalb nur unter dem Fahrdraht möglich. Die DR rüstete nun zur Wiederaufnahme des elektrischen Zugbetriebs ihre Elokschuppen mit Trenntransformatoren aus, die eine Spannung von198 V mit 16 2/3 Hz über spezielle Steckdosen an den Arbeitsständen bereitstellten. Mit den Neuentwicklungen ab Mitte der 70er Jahre wurde das total geändert. Statt der aufwändigen Produktion von Spezialmotoren sollten wartungsarme Industriedrehstrommotore zum Einsatz kommen. Deshalb erhielten die folgenden Neubaufahrzeuge (ab BR 250/ET 280) einen Umformer, der eine Spannung von 400 V 3~ für das Bordnetz bereitstellte. Damit gab es in den Schuppen kein Problem, dort gab es ja schon die entsprechende Verkabelung mit 380 V 3~.

Zitat
Den Einbau eines Streckentrenner ist m.E. relativ einfach erklärbar: Auch wenn die Fahrleitung im Schuppenstand eingeschaltet wird/ist, möchte man ein geschlossenes Tor gerne spannungslos haben.
Genau das ist es. Streckentrenner vor dem Tor  = Abstellgleis ohne Arbeitsgrube, Schuppenleitung nur für Ein- und Ausfahrten eingeschaltet. Streckentrenner hinter dem Tor = Arbeitsgleis mit Grube, Schuppenleitung jederzeit bei Bedarf einschaltbar, ansonsten geerdet. Damit hat Sticky nun alle Kriterien für eine vorbildgemäße Innenausstattung beisammen.

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 12, 2019, 23:01:23 Nachmittag
Hallo Gerd,
Zitat
Den Einbau eines Streckentrenner ist m.E. relativ einfach erklärbar: Auch wenn die Fahrleitung im Schuppenstand eingeschaltet wird/ist, möchte man ein geschlossenes Tor gerne spannungslos haben.
Genau das ist es. Streckentrenner vor dem Tor  = Abstellgleis ohne Arbeitsgrube, Schuppenleitung nur für Ein- und Ausfahrten eingeschaltet. Streckentrenner hinter dem Tor = Arbeitsgleis mit Grube, Schuppenleitung jederzeit bei Bedarf einschaltbar, ansonsten geerdet.
bitte einen Trenner immer vor dem Tor setzen. Wie gesagt, Hochspannung und Torflügel sind nicht so toll.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Januar 12, 2019, 23:37:43 Nachmittag
Hallo Uwe,

hast natürlich recht. Die nochmalige Bilderdurchsicht in Kornwestheim hat nun auch das letzte offene Rätsel gelöst: Wie kommt die Spannung in den Schuppen? Auf diesem Bild neben Gleis 2 klar ersichtlich.

http://www.deutsches-krokodil.de/Galerie-039.htm

Die beiden Innenaufnahmen zeigen ja wie es innen weitergeht. Wenn der Lokschuppen von Sticky nicht ein tolles Objekt wird, dann lohnen sich die ganzen Diskussionen über Einzelheiten wirklich nicht mehr.

Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Januar 13, 2019, 05:45:42 Vormittag
Hallo Uwe.

Zitat
Den Einbau eines Streckentrenner ist m.E. relativ einfach erklärbar: Auch wenn die Fahrleitung im Schuppenstand eingeschaltet wird/ist, möchte man ein geschlossenes Tor gerne spannungslos haben.
Genau das ist es. Streckentrenner vor dem Tor  = Abstellgleis ohne Arbeitsgrube, Schuppenleitung nur für Ein- und Ausfahrten eingeschaltet. Streckentrenner hinter dem Tor = Arbeitsgleis mit Grube, Schuppenleitung jederzeit bei Bedarf einschaltbar, ansonsten geerdet.
bitte einen Trenner immer vor dem Tor setzen. Wie gesagt, Hochspannung und Torflügel sind nicht so toll.

Was mich noch interessieren würde: Wird das stromlose Zwischenstück zwischem inneren und äußeren Streckentrenner für Ein- und Ausfahrten bei geöffnetem Tor zusätzlich eingespeist? Bei großen Maschinen mit zwei Phantografen könnte man ja mit beiden das Stück noch überbrücken. Aber kleine Maschinen mit nur einem Phantografen (z.B. E 60 / E 63 / E 69) würde es wohl schwierig werden.

LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Januar 16, 2019, 15:26:49 Nachmittag
Hallo Uwe.

Tja, dann müsste ich ein paar Vorlagen haben, wie so ein Trennschalter mit autom. Erdung im Konkreten aussieht. Schaltkasten wäre - wie gesagt - kein Problem. Hast Du einen Tip, wo man sich so einen Schalter ansehen kann?
alles was 15kV schalten kann: Hörner, Messer. Also Freiluftschalter kann man in jedem besseren Bahnhof sich anschauen nur wie das im Schuppen ausschaut, kann ich Dir leider nicht sagen, sorry.

In dem Lehrfilm "Verborgene Gefahr" wurde ein Freiluftschalter in der Halle gezeigt. Ich war mal so frei und habe einen Messer-Freiluftschalter konstruiert, der dem im Film zumindest ähnlich ist.

https://www.mediafire.com/file/yac2sink18b8zaj/Trennschalter.l3dpack/file

Konsole und Schaltautomat sind in Planung. Eure Meinung?

LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: taler am Januar 29, 2019, 17:32:03 Nachmittag
Tach,
In dem Lehrfilm "Verborgene Gefahr" wurde ein Freiluftschalter in der Halle gezeigt. Ich war mal so frei und habe einen Messer-Freiluftschalter konstruiert, der dem im Film zumindest ähnlich ist.

https://www.mediafire.com/file/yac2sink18b8zaj/Trennschalter.l3dpack/file

Konsole und Schaltautomat sind in Planung. Eure Meinung?
der sieht gut aus. Ich denke, der macht sich auch gut als Mastschalter.
Nur das bzw. die Verzeichnisse sind nicht so, wie ich mir das Vorstellen würde.
Zum einen ist der Schalter kein Haus und zum anderen 'Neuer Ordner' ist irgendwie auch nicht so doll.

Gruss
Uwe
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Januar 30, 2019, 16:04:52 Nachmittag
Hallo Sticky,

interessantes Objekt. Könnte auf der Strecke am Turmmast einer Schutzstrecke angebaut werden und dann zusammen mit einem veränderbaren El1+2-Signal gesteuert werden (Schutzstrecke offen oder durchgeschaltet).

Zur Frage nach dem Zuschalten des Stücks Fahrleitung zwischen äußerem und innerem Trenner: Das ist eher unwahrscheinlich, der auf den Innenbildern des Kornwestheimer Schuppens innen am Tor sichtbare Schalter ist wohl eher ein reiner Erdungsschalter. Eloks mit nur einem Stromabnehmer sind keine Modelloks mit Schneckengetriebe, die nach dem Abschalten der Spannung abrupt stehenbleiben. Kurz Anfahren und dann weiterrollen ist bei dem hohen Gewicht der Loks in der Praxis kein Problem. Und das Fahren mit zwei gehobenen Stromabnehmern an einer einzelnen Lokomotive ist heutzutage in Deutschland verboten. Außerdem fehlt bei allen euren Bemühungen immer noch ein klarer Beweis, dass die Eloks aktuell wirklich mit gehobenen Stromabnehmern den Schuppen befahren (scheint kein Video davon im Netz zu existieren und von den heute aktiven Tf hat das auch noch keiner bestätigt). Andererseits sind in Kornwestheim auch ASF zu sehen, die müssen ja wohl auch einen Zweck erfüllen.

@Uwe, ich komme in diesem Zusammenhang noch mal darauf zurück:

...also eine Art von Fremdeinspeisung. Nun, das ist mir bei DB-Loks so nicht bekannt, was dann auch die Ausrüstung der Schuppenstände mit einer Fahrleitung, trotz der Gefahren, erklären könnte.
Auch die Neubauloks der DB hatten schon Fremdeinspeisungsdosen für Prüfungen der Hilfsbetriebe im Schuppen und für die Batterieladung, allerdings für die normale Netzspannung von 230 V. Hier z.B. die Baureihe 110.

(https://s15.directupload.net/images/190130/jeq36gff.jpg) (https://www.directupload.net)


(https://s15.directupload.net/images/190130/s65qho4c.jpg) (https://www.directupload.net)


Gruß
Gerd
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: HansM am Januar 30, 2019, 16:48:42 Nachmittag
Hallo Gerd.

Dass bei der DB Elokeinfahrten in überspannte Schuppengleise möglich waren und sind und das auch heute in den ICE-Werken normale Praxis ist, habt ihr mir gezeigt.

Außerdem fehlt bei allen euren Bemühungen immer noch ein klarer Beweis, dass die Eloks aktuell wirklich mit gehobenen Stromabnehmern den Schuppen befahren (scheint kein Video davon im Netz zu existieren und von den heute aktiven Tf hat das auch noch keiner bestätigt).

Ist schon interessant, was hier alles so geschrieben wird.

Du bist wohl zu früh aufgestanden, denn sonst schreibst Du immer in der Nacht. Ein wenig nachdenken, oder das durchlesen, was man geschrieben hat, wäre manchmal sinnvoll.

Eine schöne NACHT noch
Hans
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Nemo am Januar 30, 2019, 22:00:33 Nachmittag
Hallo Hans,

bitte verstehen was ich schreibe. Ich unterscheide doch wohl zwischen Triebwagenzügen und Lokomotiven. Bei Triebwagenschuppen (z.B. ICE-Werke) wird die Einfahrt mit eigener Kraft praktiziert, bei Lokschuppen mit Oberleitung wäre sie wohl noch möglich, wo wird das aber wirklich gemacht? Das möchte ich wissen und da helfen Bilder mit aufgebügelt stehenden Loks im Schuppen nicht weiter. Es gibt mehrere aktive Lokführer unter den Loksimmern, keiner hat das bisher kommentiert.

Nachtdienste war ich gewohnt und auch heute habe ich nachts immer die meiste Ruhe für die Beschäftigung mit Loksimangelegenheiten.

Gruß
Gerd

Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: HansM am Januar 31, 2019, 09:14:23 Vormittag
Ich finde es lustig, was Du schreibst. Alles gerade so, wie Du es benötigst, aber ohne Verstand. Es wird wieder mal recht Lustig bei Dir. Eine Diskussion mit Dir ist unmöglich.

Ich lehne mich dann mal in meinen Stuhl zurück , hole meine Popkorntüte raus und entspanne mich bei Deinen Märchen.

Viel Spaß beim Erzähen. Hier allerdings unnütz, weil ich nicht Antworte, denn ich möchte Dich nicht dabei stöhren.

Gruß
HansM
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: Sticky am Januar 31, 2019, 21:23:29 Nachmittag
Hallo Uwe.

Danke, dass er Dir gefällt.

der sieht gut aus. Ich denke, der macht sich auch gut als Mastschalter.
Nur das bzw. die Verzeichnisse sind nicht so, wie ich mir das Vorstellen würde.
Zum einen ist der Schalter kein Haus und zum anderen 'Neuer Ordner' ist irgendwie auch nicht so doll.

Nun: Der Schalter war erst einmal nur für den Schuppen/Werkhalle geplant. Wenn aber er als Mastschalter gewünscht wird. werde ich ihn gerne als gesondertes Objekt zur Verfügung stellen und den entsprechenden Ordner auch so zuordnen.
Das mit dem "Neuen Ordner" war erst einmal eine Notlösung und ist letztendlich auch kein Problem: Ich hatte nur auf die Schnelle einen neuen Ordner benötigt, aber noch nicht umbenannt. Ist ja alles noch nicht fertig.


LG: Sticky
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: IngoW am Februar 01, 2019, 16:52:53 Nachmittag
Sorry , ich kann es einfach nicht sein lassen , aber wenn ich hier mitlese dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Dieses kindliche , primitive Gehacke  ist einfach erbärmlich . Es war schon besser geworden , mutiert aber wieder in Richtung Sandkasten und Kindergarten. Wer ist denn HansM  ? Habe noch keinen konstruktiven Beitrag gefunden .
Titel: Re: Objektbeleuchtung mit Lokscheinwerfer
Beitrag von: DanielP am Februar 02, 2019, 12:07:14 Nachmittag

Nun: Der Schalter war erst einmal nur für den Schuppen/Werkhalle geplant. Wenn aber er als Mastschalter gewünscht wird. werde ich ihn gerne als gesondertes Objekt zur Verfügung stellen und den entsprechenden Ordner auch so zuordnen.


Hallo Sticky,

die Idee mit dem Mastschalter finde ich persönlich sehr gut, da diese weitgehend fehlen. Ich würde empfehlen, erst einmal auf die deutschen Bahnen

- Deutsche Reichsbahn,
- Deutsche Bundesbahn und
- Deutschen Bahn AG zu beschränken.

Für den DR-Mastschalter kann ich einwenig Material (Bauweise nach DR-M25, passende Isolatoren und einige Bilder) beisteuern.

Gruß Daniel